Zug um Zug

Aus thunis
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Es werden 9 Klebepunkte in einem Abstand von ca 1 Meter in einem regelmäßigen Gitter (3x3) auf den Boden geklebt:

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Zwei Spieler stellen sich je auf einen der Punkte. Ein Zug besteht darin, dass ein Spieler zu einem anderen Punkt geht und sobald er angekommen ist eine Geste und einen Gesichtsausdruck machen darf. Die Spieler ziehen je drei mal, abwechselnd. Dann ist das Spiel vorbei und die nächsten spielen.

Wirkung/Feedback

  • Entdeckung wie die Veränderung der eigenen Position wirkt (Präsenz)
  • Ausdrucksstärke von kurzen Gesten ohne Worte (Pantomime)
  • Wenn man auf Angebote eingeht anstatt nur eigene Angebote zu machen, kann man eine schöne Geschichte erzählen (Improvisation)
  • Die Übung hat den Beteiligten Spaß gemacht.
  • Es sollte daraufhingewiesen werden, dass keine Handlung entstehen muss, sondern nur reagiert werden soll. Ansonsten ist das Niveau (zu) hoch.

Diskussion

Die Übung wird manchmal als unklar empfunden. Typische Fragen sind:

  • soll gespielt werden, während der andere sich bewegt? Oder soll der, der nicht am Zug ist, eingefroren sein?
  • soll nur die Position verändert werden, oder soll auch Mimik/Gestik/besondere Formen des Laufens benutzt werden?
  • dürfen beide Spieler auf demselben Punkt stehen?
  • darf man nur zu benachbarten Punkten gehen, oder kann man zu einem beliebigen Punkt gehen?

All diese Punkte können benutzt werden, um der Übung unterschiedliche Ausrichtungen zu geben. Bei einer Gruppe, die oft Chaos hat (die Spieler lassen einander keine Zeit ihre Parts auszuspielen, weil sofort der nächste einsetzt, Dinge passieren parallel), kann darauf wert gelegt werden, dass die Zugreihenfolge streng eingehalten wird. Geht es eher um die Wirkung von Positionen, können Bewegungen direkt im Anschluss oder sogar gleichzeitig erlaubt werden, dafür sollte aber Mimik/Gestik verboten werden. Dient die Übung als Kreativitätsübung, kann alles erlaubt werden. Hierüber sollte die Gruppe Einigkeit erreichen.